Junkers Visionen
Die Visionen Hugo Junkers’ reichten weit in die Zukunft. Schon 1910 erhielt er ein Patent auf ein Flugzeug, bei dem alle nicht zum Auftrieb beitragenden Komponenten vermieden und Triebwerke, Treibstofftanks sowie Besatzung, Passagiere und Fracht in einem dicken Flügel untergebracht werden sollten.
Mit der damaligen Technologie waren Flugzeuge nach diesem sogenannten “Nurflügel-Patent” noch nicht möglich. Junkers führte bei seinen Flugzeugen zunächst nur das dicke Flügelprofil ein, das gegenüber den damals nur einfach gekrümmten Flügelflächen erhebliche Vorteile zeigte, was das Verhältnis von Auftrieb zu Widerstand betraf. Außerdem konnten in der hohlen Flügelstruktur die Tanks untergebracht werden. Ein Zwischenschritt zum reinen Nurflügler war das Projekt J 1000 von 1923. Bei diesem Großverkehrsflugzeug in Entenbauweise mit vorne liegendem Leitwerk sollten 100 Passagiere, die Fracht sowie die Triebwerke samt Tankanlage in einem großen Flügel mit 80 Metern Spannweite untergebracht werden.
Junkers’ Visionen und seine liberale Einstellung entsprachen jedoch nicht den Vorstellungen der damaligen Machthaber: Junkers und die Nazis >>
