Junkers Thermotechnik

Die Thermotechnik bildete jahrzehntelang die wirtschaftliche Grundlage für alle anderen Unternehmungen. Mit seinen Gasbadeöfen eroberte Junkers in wenigen Jahren die Badezimmer Deutschlands – bis ihn 1932 die Weltwirtschaftskrise zwang, das Junkers-Stammwerk Junkers & Co. an die Robert Bosch AG zu verkaufen. Dort werden unter dem Namen Junkers noch heute Gasbadeöfen und andere Produkte hergestellt.

 

Warmes Wasser zu jeder Tages- und Nachtzeit – was für uns heute eine Selbstverständlichkeit ist, war noch im 19. Jahrhundert praktisch unbekannt. Wer ein heißes Bad nehmen wollte, musste erst einmal umständlich Wasserkessel auf Holz- oder Kohleöfen erhitzen. Erst der Gasbadeofen von Hugo Junkers lieferte ab 1895 warmes Wasser nach Bedarf und direkt aus der Leitung.

Dabei hatte Junkers ursprünglich ganz anderes im Sinn: Einen Gasmotor wollte er bauen, gemeinsam mit Wilhelm von Oechelhaeuser junior in der neu gegründeten Versuchsstation für Gasmotoren. Doch um Konstruktionen berechnen und Versuche auswerten zu können, musste er den Heizwert des verwendeten Gases kennen. Anders als heute schwankte die Qualität von Gas damals stark. Somit konnte Junkers nicht wissen, ob eine Leistungssteigerung an seinem Motor auf eine verbesserte Konstruktion zurück zu führen war oder lediglich auf einen höheren Heizwert des Gases.

Seine Lösung war überraschend einfach – und von weit reichender Bedeutung, wie sich zeigen sollte: Junkers ließ einen Flüssigkeitsstrom an der Gasflamme vorbei ziehen, dessen Temperatur und Geschwindigkeit er genau messen konnte. Daraus ließ sich direkt der Heizwert ermitteln. Sein Ingenieur Wergien setzte diese Idee in eine Gerätekonstruktion um, und Klempnermeister Knick baute schließlich den ersten Prototyp, das Kalorimeter.

Mehr Informationen über Junkers und die Thermotechnik unter: www.junkers.de/…

Der Blick von Hugo Junkers war bei seinen Entwicklungen jedoch immer stark in die Zukunft gerichtet: Junkers Visionen >>